Suerhoper Straßen und deren Ausbau

Kleine Historie

Wie Zeitungsberichten aus den 1950´er Jahren zu entnehmen ist, gaben die Straßen- bzw. Wegeverhältnisse in Suerhop schon in früheren Zeiten Anlass zu kontroversen Auseinandersetzungen. Nachdem die Eigentumsverhältnisse so geklärt waren, dass alle Suerhoper die Wege nutzen konnten, wurden – neben einer Verbindung nach Buchholz, die es zuvor nicht gab (Borkweg / Drosselweg) – die heute noch vorhandenen Wege in Eigeninitiative durch Suerhoper Bürger (Fotos) selbst geschaffen.

Während die Unterhaltung der Wege und Entwässerungssysteme (Gräben) zunächst ebenfalls durch die Suerhoper selbst erfolgte, wurden diese Aufgaben später von der Stadt übernommen. Dies wie auch die immer weiter voranschreitende Bebauung bzw. der Zuzug vieler Neubürger brachten es mit sich, dass die Wege in einen immer desolater werdenden Zustand gerieten. Die Schlaglöcher waren teilweise so tief, dass normale Kfz aufsetzten – ohne dass die Stadt mit den erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen nachkam.

Mitte 2008 hatte sich die Stadt dann entschlossen, die Suerhoper Wege mit einer so genannten „Tränkdecke“ als Provisorium zu versehen (vgl. auch den Erfahrungsbericht der Stadt vom 26.06.2008 dazu). Der Antwort der Stadt vom 25.08.2008 auf eine Anfrage der FDP sind weitere Informationen zu entnehmen.

Im Rahmen des Buchholzer Mehrjahresprogramms zum Ausbau der Sandwege (vgl. dazu die Meldung der Stadt vom 21.08.2012) hatte der Rat der Stadt Buchholz am 23.06.2009 beschlossen, einen großen Teil der Suerhoper Wege in das Programm aufzunehmen und den Straßenausbau einschließlich des Baus eines Systems zur geordneten Oberflächenentwässerung und einer zeitgemäßen Straßenbeleuchtung voranzutreiben (vgl. zu den Einzelheiten den Artikel in den „HAN“ vom 25.06.2009).

Ende 2011 wurde dann bekannt, dass die Stadt Buchholz beabsichtigt, einen B-Plan aufzustellen, um den Straßenausbau in Suerhop zu realisieren. Über diesen so genannten B-Plan „Suerhop-Mitte“ wurden die Bürger auf den Ortsratssitzungen in Trelde und Sprötze Anfang Februar 2012 informiert. Die Antworten und Stellungnahmen der Stadt hatten neue Planungsdetails an die Öffentlichkeit gebracht, die von Suerhoper Teilnehmern mit Infoschreiben vom 12.02.2012 zusammengefasst wurden.

Nach einem Aufruf der Initiatoren von „wir@suerhop.de“ hatte sich im März 2012 dann eine „Arbeitsgemeinschaft Straßenbau in Suerhop“ (Arge) gebildet, die sich bis heute sowohl mit den anstehenden Fragen zum Straßenausbau als auch mit weiteren, den Straßenverkehr betreffenden Problemen beschäftigt. Alle interessierten Suerhoper werden seitdem von der Arge über den Suerhoper E-Mail-Verteiler bzw. per Post auf dem Laufenden gehalten.

Von der Arge begleitete Themen zum Straßenbau und -verkehr in Suerhop

„Staubpiste“ Borkweg

Bereits im Rahmen der Gründung der Arge im März 2012 stand man vor dem ersten Problem: Die Stadt hatte die Tränkdecke des Borkweges aufgefräst und eine Schotterpiste mit grobem und spitzem Geröll hinterlassen. Dies führte zu einer unerträglichen Staubbelastung für die Anwohner und einer die Fußgänger und Fahrradfahrer gefährdenden Situation.

In Absprache mit den Anwohnern des Borkweges hatte sich die Arge daraufhin mit Schreiben vom 23.03.2012 an die Stadt und die Politik gewendet und um Abhilfe gebeten. Die Antwort der Stadt ließ nicht lange auf sich warten – und das Problem wurde gelöst.

„Rennpisten“ in Suerhop?

Viele Mitbürger hatten der Arge gegenüber geäußert, auf unseren Wegen werde viel zu schnell gefahren, wodurch gerade die Fahrradfahrer, Fußgänger und insbesondere die Kinder gefährdet seien.

Mitglieder der Arge führten daraufhin ein Gespräch mit Vertretern der Stadt und es wurde im Juli 2012 eine Verkehrsmessung im Borkweg, im Suerhoper Brunnenweg und im Suerhoper Koppelweg durchgeführt. Das Ergebnis wurde den Mitbürgern mit Schreiben vom 12.09.2012 (über den E-Mail-Verteiler) bekannt gegeben.

In einem weiteren Gespräch mit der Stadt wurde den Suerhopern zugesagt, dass nach dem Winter verkehrsberuhigende Maßnahmen ergriffen werden.

Wie inzwischen sicher allen aufgefallen ist, hat die Stadt Wort gehalten und im Frühjahr / Sommer 2013 ortsfeste Geschwindigkeits­messgeräte angebracht.

B-Plan „Suerhop-Mitte“ und konkreter Ausbau der Straßen

Die Arge hatte die interessierten Suerhoper im Laufe des Jahres 2012 mit diversen Rundschreiben über das B-Plan-Verfahren informiert, Vorschläge von Mitbürgern eingesammelt und diese zur Ergänzung bzw. Änderung des B-Plans bei der Stadt eingebracht. Wie sich dem Beschlussvorschlag der Stadt zum B-Plan vom 25.09.2012 entnehmen lässt, wurden einige Anregungen der Arge in die Planungen aufgenommen.

Der endgültige Satzungsbeschluss zum B-Plan „Suerhop-Mitte“ durch den Rat der Stadt Buchholz steht noch aus – danach soll der Prozess des tatsächlichen Ausbaus der Straßen in Suerhop beginnen. Voraussetzung dafür ist es zunächst, dass die Stadt Eigentümerin aller betroffenen Straßenflächen wird. Anschließend wird dann der Stadtrat über den konkreten Ausbau der Suerhoper Straßen einen weiteren Be-schluss fassen.

Da sich die Arge zum Ziel gesetzt hatte, die Interessen möglichst vieler Mitbürger sowohl zu erkunden als auch zu vertreten und ihr Handeln an den Interessen der Suerhoper auszurichten, wurde im Oktober 2012 eine Umfrage unter allen Suerhopern durchgeführt. Die Bürger konnten in diesem Rahmen ihre grundsätzliche Einstellung zum Straßenausbau bekunden.

Mit Schreiben vom 12.11.2012 wurde den Suerhopern das Ergebnis der Umfrage bekannt gegeben. Die Stadt, unsere Bürgermeister und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen erhielten das Ergebnis ebenfalls zur Kenntnisnahme und weiteren Veranlassung.

Am 31.01.2013 fand dann ein Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung und unseren Bürgermeistern statt, über das die Mitbürger am 13.02.2013 mit einem Gesprächsprotokoll informiert wurden. In dem Gespräch wurden den Suerhopern – auch mit Blick auf das Ergebnis der Umfrage – weit reichende Einflussmöglichkeiten in Bezug auf den konkreten Ausbau der Straßen eingeräumt (vgl. Protokoll).

Auf Wunsch einiger Gegner des Straßenausbaus und mit Blick auf das Ergebnis der nicht offiziellen Umfrage hatte die Arge dann die Politik mit einem Schreiben aus dem April 2013 dazu aufgefordert, eine offizielle, die Verwaltung bindende Anlieger- / Eigentümerbefragung zum Straßenbau in Suerhop durchzuführen. Den Antworten von Herrn Geiger (parteilos), Buchholzer Liste, FDP, Grüne und SPD lässt sich entnehmen, dass die Politik eine solche Befragung nicht für sinnvoll erachtet.

Das Schreiben an die Politik und die entsprechenden Antworten wurden den Suerhopern dann im Juni 2013 – im Vorfeld der Ausschuss- und Ratssitzungen der Stadt Buchholz, auf denen u.A. über die erneute Aufnahme der Suerhoper Wege in das Sandwegeausbauprogramm beraten wurde – per E-Mail bekannt gegeben.

Wie uns berichtet wurde, haben die Gegner des Ausbaus auf den Sitzungen der Stadt nicht erneut gefordert, es möge eine offizielle Befragung zum Straßenbau in Suerhop durchgeführt werden – obwohl wir mit unserer E-Mail ausdrücklich auf diese (letzte) Möglichkeit, den Ausbau zu verhindern, hingewiesen hatten.

Damit scheint geklärt zu sein, dass die Suerhoper Wege wie folgt ausgebaut werden:

Die Arge wird auch zukünftig die Interessen der Suerhoper durch weitere Befragungen erkunden und die Ergebnisse in die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und der Politik einbringen.

Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Meinungen rund um das Thema Straßenbau in Suerhop haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an strassenbau@suerhop.de.

Offizielle Dokumente und Satzungen, insbesondere auch zum Ausbau unserer Straßen, sind auf der Internetseite der Stadt Buchholz (über den Schnellfinder mit Suchwort „Suerhop“) zu finden.

Verantwortlich für den Text: Thomas Winkelmann in Vertretung der „Arbeitsgemeinschaft Straßenbau in Suerhop“ (Stand: August 2013)